3 Fragen, die du dir vor deinem nächsten Webinar-Launch stellen solltest

Ich habe mich kürzlich für ein SEO-Webinar angemeldet, weil mich das Thema für mein eigenes Business interessiert.

Der Anmeldeprozess war angenehm unkompliziert: ein Klick und fertig. Genau so sollte das laufen. Keine doppelte Dateneingabe, weil ich schon auf der E-Mail-Liste des Anbieters war.

Kurz danach kam die Bestätigungsmail mit dem Betreff: „Gleich abspeichern: dein Webinar-Link“.

Ich habe sie geöffnet, weil ich neugierig war, was mich im Webinar erwartet und das stand auch alles drin: Datum, Uhrzeit, ein kurzer Vorgeschmack auf die Inhalte sowie der Zoom-Link direkt zum Beitreten.

Nur eine Sache hat gefehlt: die Möglichkeit, mir den Termin direkt mit nur einem Klick in meinen eigenen Kalender einzutragen!

Also saß ich da und hätte, wenn ich den Termin nicht verpassen wollte, selbst tätig werden müssen.

Meinen Kalender öffnen, einen neuen Eintrag anlegen und ihm einen Namen geben, sowie den Zoom-Link reinkopieren und das Speichern nicht zu vergessen.

Ganz ehrlich, dazu hatte ich in dem Moment weder Zeit noch Lust, so gerne ich auch am Webinar teilnehmen wollte.

Und genau da ist mir aufgefallen, wie viel unnötige Reibung in diesem einen Schritt steckt.

Für den Anbieter wäre es ein einziger Klick gewesen, mir das Eintragen abzunehmen. Für mich als Teilnehmer war es eine Zusatzaufgabe, die sich locker verschieben lässt – bis sie irgendwann ganz vergessen wird.

Und dann dachte ich: Wenn es mir schon so geht, obwohl ich mich wirklich für das Thema interessiere – wie geht es dann erst den anderen Teilnehmern, die sich auch angemeldet haben, aber im stressigen Alltag ohnehin schon am Limit sind?

Wie vielen von ihnen fehlt genau in diesem Moment die Zeit, den Termin manuell einzutragen? Und wie viele davon kommen dann einfach nicht zu dem Webinar?

Genau da lohnt es sich, vor deinem nächsten Webinar-Launch dir diese drei Fragen zu stellen.

Frage 1: Bekommen meine Teilnehmer einen Grund, sich den Termin wirklich zu merken?

Eine Anmeldung ist noch keine Zusage zur Teilnahme. Zwischen „ich habe mich angemeldet“ und „ich sitze pünktlich im Webinar“ liegen Tage, manchmal sogar Wochen.

Und in dieser Zeit passiert das, was jeder kennt, der sich schon mal für ein Webinar angemeldet hat: Der Termin geht unter.

Zwischen Kita-Abholung, Kundenterminen und der Steuererklärung, die auch noch fertig werden muss, schiebt sich dein Webinar-Termin ganz automatisch nach hinten.

Nicht, weil die Person kein Interesse mehr hat, sondern weil er nirgends steht, wo sie wieder daran erinnert wird.

Alles, was nicht im Kalender steht, findet für die meisten Menschen einfach nicht statt!

Frage 2: Mache ich es den Teilnehmern so leicht wie möglich, sich den Termin einzutragen?

Ein Zoom-Link in einer E-Mail ist für dich als Absender bequem. Für deine Teilnehmer ist er eine kleine Zusatzaufgabe, die sie erledigen müssten – jetzt, sofort, mitten im Alltag. Und Zusatzaufgaben werden immer gerne verschoben.

Die Lösung ist nicht, noch eine Erinnerungsmail zu schreiben oder den Betreff dramatischer zu formulieren. Die Lösung ist, die Zusatzaufgabe komplett verschwinden zu lassen.

Genau dafür gibt es Add-to-Calendar-Tools.

Du bettest einen Button in deine Bestätigungsmail ein. Die Person klickt drauf, wählt ihren Kalenderanbieter aus – Google, Outlook, Apple, was auch immer sie nutzt –, und der Termin ist eingetragen. Mit Titel, Uhrzeit und Zoom-Link. Kein Copy-Paste mehr nötig, kein manuelles Anlegen und kein „mach ich später“.

Das kostet dich als Anbieter eine einmalige Einrichtung. Aber es verschiebt eine Aufgabe, die vorher bei deinen Teilnehmern lag, komplett auf einen einzigen Klick. Das nenn ich mal Kundenservice. 😉

Frage 3: Was passiert eigentlich, wenn der Termin im Kalender steht?

Wenn ein Termin im Kalender steht, bekommt die Person automatisch eine Erinnerung – von ihrem eigenen Kalendersystem, nicht nur von dir.

Das Handy erinnert brav 30 Minuten vorher. Der Termin taucht morgens in der Tagesübersicht auf. Dein Webinar wird plötzlich Teil des Tages, nicht nur eine E-Mail, die irgendwo im Postfach verschwindet.

Das ist der Unterschied zwischen „Ich wollte da eigentlich hin“ und „Ach ja, stimmt, ist ja gleich.“

Und die Rechnung dahinter ist einfach:

Stell dir vor, du hast 300 Anmeldungen für dein Webinar. Wenn nur 15 % live erscheinen, sitzen am Ende 45 Menschen im Raum. Bei 35 % sind es 105. Das ist mehr als das Doppelte – bei exakt derselben Anmeldezahl, denselben Ad-Kosten, derselben E-Mail-Liste.

Ein Hebel von vielen

Ein Add-to-Calendar-Button ist nicht der einzige Baustein für eine gute Show-up-Rate. Reminder-Mails am Tag des Webinars oder eine Stunde vorher spielen ebenfalls eine große Rolle – das ist aber ein eigenes Thema für sich.

Der Kalender-Eintrag ist trotzdem der Punkt, an dem die meisten Launches unnötig Teilnehmer verlieren. Weil er so unscheinbar wirkt, dass er oft schlicht vergessen wird.

Das Tool, das ich dafür empfehle

Für genau diesen Zweck nutze ich bei meinen Kunden AddEvent. Du bindest den Button in deine Danke-Seite und Bestätigungsmail ein, deine Teilnehmer wählen ihren Kalender, und der Termin ist automatisch abgespeichert. Mit allen wichtigen Infos.

Das Tool ist kostenpflichtig, aber auch in einer kostenfreien Version nutzbar, die für den Anfang völlig ausreicht.

Add to Calendar & Calendar Marketing Tools to Reduce No-Shows | AddEvent

Anmeldungen sehen gut aus in deinem Funnel-Dashboard. Aber am Ende zählt, wer wirklich im Raum sitzt, wenn du auf „Webinar starten“ klickst.

Und das entscheidet sich nicht auf der Anmeldeseite, sondern in den Tagen davor, in dem Moment, in dem jemand sich die Mühe macht, den Termin selbst einzutragen – oder eben nicht.

Mach ihnen diese Entscheidung so leicht wie möglich.